Archiv der Kategorie: Inhaltliche Arbeit / Wissensvermittlung / Erfahrungsaustausch

Markt der Möglichkeiten

Beispielsweise im Zusammenhang mit einer turnusmäßigen Tagung kann ein im Vorfeld vorbereiteter, sogenannter „Markt der Möglichkeiten“ eingerichtet werden. Hierbei werden von unterschiedlichen Fachabteilungen eines Unternehmens, abteilungsübergreifend tätigen Projektgruppen oder branchenweit aktiven, unternehmensnahen Initiativen in einem Saal individuelle Informationsstände aufgebaut.

Im Rahmen dieser „Marktstände“ haben die einzelnen Abteilungen, Projektgruppen und Initiativen die Gelegenheit sich und ihre Tätigkeiten anschaulich darzustellen. Für die Besucher/innen eines solchen „Marktes der Möglichkeiten“ bietet dieser außerdem die Chance sich mit den jeweiligen Ansprechpartnern/innen auszutauschen und so wertvolle informelle Kontakte zu knüpfen. Darüber hinaus ist auch die Weitergabe von weiterführendem Informationsmaterial empfehlenswert.

Lernfähigkeit und Lernbereitschaft

Bevormundung, Belehrung und Besserwisserei vermeiden

Alle Erwachsenen besitzen zunächst einmal die Fähigkeit zum Lernen. Aber – und das ist das Wichtige – sie entscheiden selbst, ob und was sie lernen wollen. Wenn diese grundsätzliche Lernbereitschaft nicht vorhanden ist, laufen sämtliche Bemühungen der Lehrenden gewissermaßen ins Leere. Man kann auf erwachsene Kursteilnehmer/innen nicht einfach so Informationen und/oder Handlungskompetenzen übertragen, welche man selbst für wichtig hält.

Lernbereitschaft fördern, d.h. zum Lernen motivieren und Lernunterstützung anbieten

Deshalb ist es wichtig, sich bei der Planung und Durchführung eines Seminars nicht allein auf die Vermittlung von Wissen und die inhaltliche Arbeit zu konzentrieren. Für den Erfolg einer Bildungsveranstaltung ist die Förderung der Lernbereitschaft der Teilnehmer/innen mindestens genauso bedeutsam. Wenn es der/m Kursleiter/in nicht gelingt die Teilnehmer/innen vom Nutzen des Lernstoffes zu überzeugen, sind Inhalte, Fachkompetenz und Präsentation im Grunde genommen gleichgültig – der erhoffte Bildungserfolg wird sich nicht einstellen.

Anschlusslernen ermöglichen und Praxisbezug herstellen

Um die Lernbereitschaft der Teilnehmer/innen zu fördern, sollten deren Vorkenntnisse, Erfahrungen und Sichtweisen immer Berücksichtigung finden. Dieses sogenannte Anschlusslernen, also das Anknüpfen an bereits vorhandenes Wissen, begünstigt schnelle Lernfortschritte und motiviert die Teilnehmer/innen zum Weiterlernen.

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Buch-Neuerscheinung: Fachwissen lebendig vermitteln

Der Ratgeber “Fachwissen lebendig vermitteln: Das Methodenhandbuch für Trainer und Dozenten” erscheint am 13. Mai 2016 in einer Neuauflage. Autoren des 216seitigen Taschenbuchs sind Juliane Meyerhoff und Christoph Brühl. Verlag: Springer/Gabler. Preis 34,99 EUR.


Fachwissen lebendig vermitteln: Das Methodenhandbuch für Trainer und Dozenten (Amazon-Partnerlink)

“Lebendig und praxisbezogen – so sollten Fachtrainings und Schulungen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung sein. Leider ist oft das Gegenteil der Fall. Doch es muss nicht langweilig zugehen, wenn harte Fakten gelernt werden sollen. Dr. Juliane Meyerhoff und Dr. Christoph Brühl, Naturwissenschaftler und Fachtrainer, haben die verschiedensten aktivierenden Unterrichtsmethoden erfolgreich erprobt und für dieses Buch übersichtlich aufbereitet. Außerdem erfahren Sie, wie man guten Unterricht grundsätzlich konzipiert und effizient vorbereitet.” Quelle: www.amazon.de

Tandem-Prinzip und Mentoring-System

Zu den am weitesten verbreiteten Methoden der Erwachsenenbildung gehört die Partnerarbeit in Zweier-Teams. Dabei profitieren zwei Erwachsene von dem Wissen, den Erfahrungen und den Fähigkeiten des jeweils anderen.

Beim Mentoring-System gibt eine erfahrene Person (Mentor/in) ihr Wissen und ihre Erfahrungen an eine unerfahrenere Person (Mentee) weiter. Dabei geht es vorrangig darum, dass die/der Mentee bei ihrer/seiner persönlichen und/oder beruflichen Weiterentwicklung Unterstützung erhält. Aber auch die/der Mentor/in gewinnt neue Denkanstösse und kann ihre/seine sozialen Kompetenzen erweitern. Tandem-Prinzip und Mentoring-System weiterlesen

Selbstständiges Lernen mit der Leittextmethode fördern

Am Beispiel der Leittextmethode wird deutlich, dass die vermeintliche Vielfalt an Methoden in der Erwachsenenbildung oft gar keine ist. So ist die eindeutige Abgrenzung zwischen der Leittextmethode und der 4-Stufen-Methode (Arbeitsunterweisung) schwierig.

Beide dienen der Vermittlung von Wissen und sollen – so zumindest die zugrundeliegende Idee – das selbstständige Lernen fördern. Ob die zielgerichtete Anleitung in kleinen, vorgegebenen Arbeitsschritten tatsächlich geeignet ist um Selbstlernprozesse in Gang zu setzen ist allerdings umstritten.

Unabhängig von dieser grundlegenden Kritik an der Leittextmethode bzw. der 4-Stufen-Methode gehören beide zu den am häufigsten im Rahmen der Erwachsenenbildung, insbesondere in der betrieblichen Bildung, eingesetzten Methoden. Selbstständiges Lernen mit der Leittextmethode fördern weiterlesen