Tandem-Prinzip und Mentoring-System

Zu den am weitesten verbreiteten Methoden der Erwachsenenbildung gehört die Partnerarbeit in Zweier-Teams. Dabei profitieren zwei Erwachsene von dem Wissen, den Erfahrungen und den Fähigkeiten des jeweils anderen.

Beim Mentoring-System gibt eine erfahrene Person (Mentor/in) ihr Wissen und ihre Erfahrungen an eine unerfahrenere Person (Mentee) weiter. Dabei geht es vorrangig darum, dass die/der Mentee bei ihrer/seiner persönlichen und/oder beruflichen Weiterentwicklung Unterstützung erhält. Aber auch die/der Mentor/in gewinnt neue Denkanstösse und kann ihre/seine sozialen Kompetenzen erweitern.

Von informellem Mentoring spricht man bei einem eher zufällig entstandenen Kontakt, während es sich bei institutionellem Mentoring um einen bewusst von einem Dritten herbeigeführten Kontakt handelt.

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Im Unterschied dazu geht es beim Tandem-Prinzip darum, dass zwei Erwachsene mit unterschiedlichem Wissen, Erfahrungen und Fähigkeiten voneinander lernen bzw. gemeinsam ein Problem lösen. Beispiele: Ärztin und Selbsthilfevertreterin, Kaufmann und Techniker

Voraussetzung dafür ist, dass eine gegenseitige Akzeptanz besteht die eine gleichberechtigte Kommunikation „auf Augenhöhe“ ermöglicht. Das bedeutet, die Bereitschaft die Sichtweise des jeweils anderen verstehen und von ihm lernen zu wollen muss auf beiden Seiten vorhanden sein.