Wie funktioniert „Lernen“?

„Lernen“ ist keine Tätigkeit, die man entweder tun oder lassen kann. Wir alle lernen immer und überall! Allerdings handelt es sich dabei in der Regel nicht um bewusstes, zielgerichtetes und organisiertes Lernen, sondern wir lernen häufig unbewusst und oft ungeplant.

Bei der Seminarplanung geht es deshalb in erster Linie um die Frage wie man das „Lernen“ unterstützen und in die gewünschte Richtung lenken kann. Um dies zu erreichen sind insbesondere zwei Aspekte entscheidend.


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1. Die Auseinandersetzung der Teilnehmer mit dem Lernstoff sollte auf möglichst vielfältige Art und Weise geschehen, d.h. es müssen vom Trainer unterschiedliche Lehrmethoden eingesetzt werden.

2. Die Besonderheiten des Lernens Erwachsener müssen berücksichtigt werden.

Erwachsene haben Schwierigkeiten damit etwas völlig Neues lernen. Sie tendieren eher dazu ihr bereits vorhandenes Wissen zu erweitern. Für den Lehr-/Lernerfolg bei Erwachsenen ist es deshalb entscheidend Anknüpfungspunkte (zwischen bereits vorhandenem Wissen und neu zu lernendem Wissen) zu suchen und ihnen ein sogenanntes Anschlußlernen zu ermöglichen.

Erwachsene sind meist nur dann lernwillig, wenn ihnen das neu zu lernende Wissen nützlich erscheint, d.h. einen Praxisbezug hat oder interessant ist, d.h. wenn die Informationen einen Neuigkeitswert haben. Aus diesem Grund wird der Lehr-/Lernerfolg dann positiv beeinflusst, wenn es gelingt die mit dem Erwerb des neuen Wissens einhergehenden Vorteile herauszustellen.