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Einstieg (Warm Up) und Ausstieg (Cool Down)

Nicht nur der Herangehensweise an die  Anfangssituation kommt in der Erwachsenenbildung eine herausragende Bedeutung zu, sondern auch die Gestaltung der Abschlusssituation einer Weiterbildungsveranstaltung ist ausgesprochen wichtig.

Seminareinstieg (Warm up-Phase)

Eine Bildungsveranstaltung beginnt üblicherweise mit der persönlichen Begrüßung durch die/den Dozenten/in.  Das ist gleichzeitig die Situation bei der die Teilnehmer/innen einen ersten Eindruck gewinnen und eine Vorstellung vom weiteren Seminarablauf entwickeln.  Deshalb sind an dieser Stelle einige, wohlüberlegte Worte zur eigenen Person grundsätzlich von Vorteil. Einstieg (Warm Up) und Ausstieg (Cool Down) weiterlesen

Kopfstand-Technik

Kopfstand-Technik
Kopfstand-Technik

Bei der Kopfstandtechnik handelt es sich um eine leicht erlernbare und sehr erfolgreiche Kreativitätstechnik mit deren Hilfe neue Ideen oder Problemlösungen gefunden werden können.

Dabei wird die ursprüngliche Fragestellung zunächst ins Gegenteil verkehrt. Die daraufhin gesammelten Ideen und Lösungsvorschläge werden dann erneut wieder umgekehrt.

Beispiel für die Methode „Kopfstand-Technik“:

  • Ursprüngliche Fragestellung: Wie erreiche ich, dass eine möglichst große Anzahl an Teilnehmer/innen zu meinem Seminar kommt?
  • Umkehrung der Fragestellung: Wie erreiche ich, dass möglichst keine/r zu meinem Seminar kommt?
  • Sammlung von Ideen und Lösungsvorschlägen: um 5.00 Uhr morgens anfangen, Seminargebühren ab 1000,00 EUR, Garage als Seminarraum …
  • Umkehrung der gefundenen Ideen und Lösungsvorschläge: teilnehmerfreundliche Seminarzeiten, bezahlbare Kosten, angenehme Lernumgebung
  • Weiterentwicklung zu konkreten und praxistauglichen Lösungsansätzen

Die Kopfstand-Technik ist schnell vermittelbar und ohne größeren Material- und Zeitaufwand durchführbar. Sie ist unterhaltsam und eignet sich auch für weniger kreative Gruppen.

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Lerntagebuch

Die regelmässige, schriftliche Dokumentation der gelernten Inhalte und der erzielten Lernfortschritte wird auch als Lerntagebuch bezeichnet.

Ein Lerntagebuch unterstützt einen strukturierten und effektiven Lernprozess, weil

  • es den Lernenden motiviert, da dieser seine Lernfortschritte leichter erkennen kann.
  • die Lerninhalte mit persönlichen Einschätzungen und Erfahrungen verknüpft werden.
  • durch die Rekapitulation des Lernstoffes eine Vertiefung des Gelernten erfolgt.
  • der „rote Faden“ leichter erkennbar wird und Wichtiges hervorgehoben werden kann
  • Fragen notiert werden können, die später gezielt bearbeitet werden können.

Ein solches Lerntagebuch dient der Überprüfung des Lehr-/Lernerfolgs hauptsächlich durch den Lernenden selbst, der das Lerntagebuch führt, aber auch durch den Lehrenden, der durch das Lesen des Lerntagebuchs ein Feedback erhält.

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Soziale Lernformen

Es gibt mehrere Varianten des Umgangs zwischen Lehrenden und Lernenden, aber auch zwischen den Lernenden untereinander.  Diese unterschiedlichen Arten und Weisen des Miteinanders während des Seminargeschehens werden auch als soziale Lernformen bezeichnet. Die zielgerichtete und wechselnde Kombination dieser sozialen Lernformen trägt maßgeblich zum Lernerfolg des Einzelnen aber auch zu einer positiven Entwicklung der Lerngruppe insgesamt bei.

Soziale Lernformen sind beispielsweise

  • Frontalunterricht
  • Einzelarbeit
  • Partnerarbeit
  • Kleingruppenarbeit
  • Podiumsdiskussion

Häufig folgen die verschiedenen sozialen Lernformen auch in einer vorher festgelegten Abfolge aufeinander. Zum Beispiel beim kooperativen Lernen („Think-Pair-Share“) wird eine Aufgabe von den Teilnehmer/innen zunächst alleine bearbeitet. Dann folgt der Austausch mit einer/m Partner/in. Zuletzt werden die Ergebnisse im Plenum vorgestellt und diskutiert.

Der Vorteil besteht darin, dass sowohl die individuelle Verantwortung der/des Einzelnen für ihren/seinen persönlichen Lernerfolg als auch die Gruppenzugehörigkeit und die Bedeutung für den Erfolg der Lerngruppe als Ganzes hervorgehoben wird. Das fördert Lernmotivation und Leistungsbereitschaft.

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Fishbowl

Fishbowl = engl. Goldfischglas

Fishbowl ist ähnlich der Podiumsdiskussion eine Methode um das Gespräch in Großgruppen zu lenken. Es diskutiert jeweils nur eine kleine Anzahl der Teilnehmer/innen miteinander. Das Gros der Teilnehmer/innen sieht und hört der Diskussion zu.

Fishbowl

Das Kernelement des Fishbowl ist die besondere Sitzordnung der Teilnehmer/innen.

Beim Fishbowl gibt es einen kleineren inneren Ring von Teilnehmer/innen die aktiv miteinander eine Fragestellung diskutieren und einen großen, äußeren Ring von Teilnehmer/innen die sich nicht an der Diskussion beteiligen sondern diese lediglich verfolgen. Fishbowl weiterlesen

Soziale Kompetenzen (soft skills) als Lernziel

Neben der Vermittlung von Fachwissen (hard skills) wird heutzutage immer mehr Wert auf die Förderung der sozialen Kompetenzen (soft skills) gelegt.

Im Hinblick darauf können beispielsweise die unterschiedlichen Methoden der Erwachsenenbildung ein wichtiger Baustein sein. Einige Vorschläge:

Quelle: pixabay.com
Quelle: pixabay.com / User: geralt / Lizenz: CC0

Selbstmanagement

  • Eigenverantwortung
  • Selbstbewusstsein
  • Disziplin

→ Methoden: Lerntagebuch, Projektmethode Soziale Kompetenzen (soft skills) als Lernziel weiterlesen

10 Tipps gegen das Lampenfieber vor Seminarbeginn

Quelle: pixabay.com
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Ein gewisses Maß an Nervosität vor bzw. zu Beginn einer Bildungsveranstaltung kennt vermutlich jede/r Dozent/in. Deshalb nachfolgend einige Ratschläge die dabei helfen die Aufregung in den Griff zu bekommen.

  1. Das Entscheidende ist eine sehr gute Seminarvorbereitung. Dies bezieht sich sowohl auf organisatorische, als auch inhaltliche und methodisch-didaktische Aspekte. Wer gut vorbereitet ist, fühlt sich sicherer.
  2. Frühzeitig mit der Seminarumgebung vertraut machen, d.h. den Seminarraum möglichst nicht erst am Seminartag anschauen. Wie komme ich dort hin? Welche Ansprechpartner gibt es vor Ort? Wann ist die Cafeteria geöffnet? Wo befinden sich die Toiletten? …
  3. Bequeme Kleidung wählen in der man sich wohl fühlt! Was hilft es, wenn die neuen Schuhe zwar ausgesprochen chic sind, man aber schon Mittags vor Schmerzen kaum noch stehen kann.
  4. Vernünftig essen und trinken! Eine ausgedehnte und alkoholträchtige Party am Vorabend sowie Aspirin am Seminarmorgen garantieren kein Wohlbefinden.
  5. Ausreichend Zeit einplanen! Nichts ist schlimmer als die ersten TeilnehmerInnen noch auf dem Flur zu überholen, um kurz danach hastig den Seminarraum aufzuschließen.
  6. Prioritäten setzen! Wichtige Telefonate nicht unmittelbar vor Seminarbeginn führen. Schnell noch einmal die E-Mails und Kurznachrichten auf dem Smartphone checken kann auch bedeuten unerwartet mit schlechten Nachrichten konfrontiert zu werden.
  7. Gelassen bleiben und die eigenen Ansprüche reduzieren. Es muss nicht alles perfekt sein.
  8. Mit der Technik (Licht, Verdunklung, Beamer, Overhead-Projektor) im Seminarraum vertraut machen, d. h. nicht nur kontrollieren, ob alles da ist sondern alles einmal ausprobieren.
  9. Von Anfang an aktiv den Kontakt mit den TeilnehmerInnen suchen und versuchen darunter Unterstützer zu finden. Schon ein aufmunterndes Lächeln kann viel bewirken 🙂
  10. Pausen festlegen und damit auch Auszeiten für sich selbst einplanen.

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