Schlagwort-Archiv: #

Themen-ABC

Quelle: pixabay.com
Quelle: pixabay.com

Als Einleitung in ein Thema eignet sich neben einem kurzen Vortrag der/des Dozenten/in beispielsweise auch die gemeinsame Erstellung eines Themen-ABC. Dieser Themeneinstieg hat den Vorteil, dass die gesamten Gruppe von Anfang an einbezogen wird und Einfluss auf die Inhalte nehmen kann. Außerdem bietet das Themen-ABC der/dem Dozenten/in die Möglichkeit Vorwissen/Vorerfahrungen der Teilnehmer/innen abzuklären.

themen-abc

Bei der Methode Themen-ABC erhält jede/r Teilnehmer/in eine oder mehrere Karten (anhängig von der Gruppengröße) die mit einem Anfangsbuchstaben des Alphabets beschrieben ist. Die Aufgabe für die Teilnehmer/innen besteht anschließend darin einen themenrelevanten Begriff zu assoziieren, der mit dem jeweiligen Buchstaben beginnt. Die beschrifteten Karten werden dann in alphabetischer Reihenfolge beispielsweise an eine Moderationswand geheftet.

Werbung:


Von der Erwachsenenbildung zum Edutainment

Edutainment = Wortschöpfung aus Education (engl. Erziehung, Bildung) und Entertainment (Unterhaltung, Darbietung)

Die Ansprüche der Teilnehmer/innen an Veranstaltungen der Erwachsenenbildung sind in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Immer häufiger wird ein in sich stimmiges Gesamtpaket erwartet. Die Teilnehmer/innen wollen nicht nur etwas lernen, sondern sie möchten sich möglichst rundum wohlfühlen, etwas Spannendes erleben, interessante Erfahrungen machen, neue Leute kennenlernen und sich selbst weiterentwickeln.

Dem im vollen Umfang Rechnung zu tragen ist angesichts der Einsparungen im Bildungsbereich alles andere als einfach. Geschmackvoll eingerichtete und gut ausgestattete Seminarräume sind leider keine Selbstverständlichkeit. Rückzugsbereiche für die Pausen sind oft genauso wenig vorhanden wie Angebote für die Verpflegung mit Speisen und Getränken. Von der Erwachsenenbildung zum Edutainment weiterlesen

Sitzordnung

Bereits im Vorfeld einer Bildungsveranstaltung sollte man sich einige Gedanken über die Sitzordnung machen. Was möglich ist, hängt zunächst einmal von den räumlichen Gegebenheiten ab. Ein weiterer Entscheidungsaspekt ist die Gruppengröße.

Sitzordnung

Die Sitzordnung im Halbkreis ist fast immer umsetzbar. Sie eignet sich allerdings nur für kleine bis mittlere Gruppen. Die Vorteile sind, dass jeder jeden sehen kann und dass dadurch die Kommunikation gefördert wird. Sitzordnung weiterlesen

Viele lehren so wie sie früher gelernt haben.

Interessanterweise arbeiten in der Erwachsenenbildung eher weniger Pädagogen/innen, sondern überwiegend Fach- und Führungskräfte. Wenn diese sich aber nicht eplizit auf die neue Rolle als Dozent/in vorbereitet haben oder von Pädagogen/innen darauf vorbereitet wurden, belehren sie die zu unterrichtenden Erwachsenen oft so wie sie es früher selbst als Schüler/in gelernt haben.

Sie haben häufig ein Rollenverständnis (Dozent/in = aktiv Vortragende/r, Teilnehmer/in = passiv Zuhörende/r) welches einer erfolgreichen Seminartätigkeit im Wege steht. Denn während ein/e Lehrer/in ihren/seinen Schülern/innen in der Regel deutlich überlegen ist, sind Dozent/in und Teilnehmer/innen in der Erwachsenenbildung einander oft ebenbürtig.  Es ist wichtig, sich diese Tatsache immer wieder bewusst zu machen.

Werbung:


Morphologische Analyse

Die morphologische Analyse ist dann hilfreich, wenn es darum geht einen komplexen Sachverhalt vorurteilsfrei zu betrachten und einen entsprechend strukturierten Lösungsansatz zu finden.

Im Hinblick darauf ist der morphologische Kasten (Zwicky-Box*) das wichtigste Hilfsmittel für die morphologische Analyse.

Morphologischer Kasten (Zwicky-Box)
Morphologischer Kasten (Zwicky-Box)

Ablauf der morphologischen Analyse

  • Alle Merkmale die in Bezug auf die Fragestellung wichtig sind werden untereinander geschrieben. Bsp.: Veranstaltungsart
  • Dann werden die möglichen Varianten der Merkmale rechts daneben notiert. Bsp.: Vortrag, Diskussion, Seminar
  • Anschließend werden die unterschiedlichen Kombinationen ausgewählt und auf ihre Sinnhaftigkeit überprüft. So ergibt sich mit der Zeit ein stimmiger Lösungsansatz.

* Die Zwicky-Box ist nach dem Schweizer Astro-Physiker Fritz Zwicky (1898 – 1974) benannt.

Werbung:


Transfererfolg

Bezogen auf die → Evaluation (Untersuchung und Bewertung) von Bildungsmaßnahmen sind die Zufriedenheit der Teilnehmer/innen und der Transfererfolg zwei wichtige Merkmale.

Nachdem man im ersten Schritt beispielsweise im Rahmen von Feedback-Runden (Blitzlicht, Stimmungsbarometer, Sätze ergänzen usw.) die Zufriedenheit der Teilnehmer/innen erfragt hat geht es im zweiten Schritt darum zu erfahren inwieweit die Teilnehmer/innen das Gelernte auch tatsächlich in die Praxis umsetzen konnten.

Lerntransfer

Dieser sogenannte Lerntransfer ist das entscheidende Kriterium wenn es darum geht den Erfolg von Weiterbildungsmaßnahmen zu bewerten. Transfererfolg weiterlesen

Reflecting Team

reflecting = engl. reflektieren, über etwas nachdenken

Beispielsweise im Rahmen einer einwöchigen Bildungsveranstaltung werden täglich zu Beginn des Seminars zwei Teilnehmer/innen ausgewählt, die an diesem Tag eine Beobachterrolle einnehmen.

Reflecting_Team

Die Aufgabe dieses sogenannten Reflecting Teams ist es insbesondere den Seminarverlauf aufmerksam zu verfolgen, wesentliche Aspekte zu protokollieren und gruppendynamische Prozesse zu erkennen.

Am Ende des Tages teilen die beiden Mitglieder des Reflecting Teams der Gruppe ihre Beobachtungen mit, geben Lehrenden und Lernenden eine Rückmeldung und machen aus ihrer Sicht sinnvolle Verbesserungsvorschläge.

Das schärft nicht nur den Blick aller Beteiligten für den Lehr-Lern-Prozess, sondern ermöglicht außerdem die fortlaufende Optimierung desselben noch während das Seminar, in diesem Fall der Bildungsurlaub, stattfindet.

Werbung: