Spiele in Seminaren der Erwachsenenbildung

Der Einsatz von Spielen insbesondere am Anfang von Seminaren für Erwachsene ist zwar oft gut gemeint, aber nur selten eine wirklich gute Idee. Was bei Studenten/innen oder jüngeren Müttern von Kleinkindern eventuell noch leidlich funktioniert, ruft bei fast allen anderen Zielgruppen eher Kopfschütteln bis hin zu Ablehnung hervor.

Erwachsene Teilnehmer/innen

  • können damit nichts anfangen
  • finden Spiele eher albern
  • wollen sich nicht lächerlich machen
  • kommen sich kindisch vor
  • empfinden Spiele als sinnlose Zeitverschwendung
  • fühlen sich zum Mitmachen gedrängt
  • machen nur widerwillig mit

Bevor man in der Erwachsenenbildung ein Spiel einsetzt ist eine möglichst realistische Einschätzung der Seminargruppe deshalb von entscheidender Bedeutung. Und gerade diese kann man in der Regel zu Seminarbeginn noch nicht haben. Um einen Fehlstart zu vermeiden, ist es aus diesem Grund besser mit dem Einsatz von Spielen zu warten bis man sich sicher ist, dass sie funktionieren bzw. im Zweifelsfall ganz darauf zu verzichten.


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Ballrunden sind vielseitig einsetzbar!

Eine Ballrunde eignet sich zum gegenseitigen Kennenlernen, als Muntermacher für zwischendurch, um chaotisches Durcheinanderreden zu unterbinden oder für eine kurze Meinungsumfrage.

Quelle: pixabay.com / User: geralt / Titel:  color-262804_960_720 / Lizenz: CC0

Die entscheidende Regel für eine Ballrunde ist, dass jeweils nur diejenige/derjenige spricht, die/der den Ball gerade in ihren/seinen Händen hält. Alle anderen schweigen und hören zu. Wenn sie/er mit seinem Wortbeitrag fertig ist, wirft sie/er den Ball der/dem nächsten Teilnehmer/in zu. Und so weiter. Ballrunden sind vielseitig einsetzbar! weiterlesen

Methodenwechsel sind das Salz in der Suppe

Bildungsveranstaltungen werden von den Teilnehmer/innen oft als langweilig und ermüdend wahrgenommen. Früher war eine häufige Ursache die oft endlose Abfolge schlecht aufbereiteter Folien, heute sind es scheinbar perfekte Präsentationen die der Beamer im Dauereinsatz zeigt. Im Grunde ist beides nur das lustlose Abarbeiten eines vorgefertigten oder sogar vorgegebenen Seminarkonzeptes. Methodenwechsel sind das Salz in der Suppe weiterlesen