Lernfähigkeit und Lernbereitschaft

Bevormundung, Belehrung und Besserwisserei vermeiden

Alle Erwachsenen besitzen zunächst einmal die Fähigkeit zum Lernen. Aber – und das ist das Wichtige – sie entscheiden selbst, ob und was sie lernen wollen. Wenn diese grundsätzliche Lernbereitschaft nicht vorhanden ist, laufen sämtliche Bemühungen der Lehrenden gewissermaßen ins Leere. Man kann auf erwachsene Kursteilnehmer/innen nicht einfach so Informationen und/oder Handlungskompetenzen übertragen, welche man selbst für wichtig hält.

Lernbereitschaft fördern, d.h. zum Lernen motivieren und Lernunterstützung anbieten

Deshalb ist es wichtig, sich bei der Planung und Durchführung eines Seminars nicht allein auf die Vermittlung von Wissen und die inhaltliche Arbeit zu konzentrieren. Für den Erfolg einer Bildungsveranstaltung ist die Förderung der Lernbereitschaft der Teilnehmer/innen mindestens genauso bedeutsam. Wenn es der/m Kursleiter/in nicht gelingt die Teilnehmer/innen vom Nutzen des Lernstoffes zu überzeugen, sind Inhalte, Fachkompetenz und Präsentation im Grunde genommen gleichgültig – der erhoffte Bildungserfolg wird sich nicht einstellen.

Anschlusslernen ermöglichen und Praxisbezug herstellen

Um die Lernbereitschaft der Teilnehmer/innen zu fördern, sollten deren Vorkenntnisse, Erfahrungen und Sichtweisen immer Berücksichtigung finden. Dieses sogenannte Anschlusslernen, also das Anknüpfen an bereits vorhandenes Wissen, begünstigt schnelle Lernfortschritte und motiviert die Teilnehmer/innen zum Weiterlernen.

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