kurze Meinungsumfrage: Blitzlicht-Methode

Was versteht man unter einem Blitzlicht?

Ein Blitzlicht ist eine kurze Meinungsumfrage unter den Teilnehmern eines Seminars.  → Was bedeutet Evaluation?

Wann wird ein Blitzlicht eingesetzt?

Die Blitzlicht-Methode ist eine gute Möglichkeit für eine Momentaufnahme. Ein Blitzlicht kann grundsätzlich in jeder Phase eines Seminars durchgeführt werden. Beispielsweise

  • am Anfang, um die aktuelle Stimmung zu erfassen oder die Erwartung an das Seminar abzufragen.
  • zwischendurch, um die Gründe für fehlende Aufmerksamkeit, zunehmende Lautstärke, offensichtliche Unzufriedenheit oder mangelndes Interesse zu klären.
  • am Ende, um unkompliziert ein kurzes Feedback zu erhalten.

Wie läuft ein Blitzlicht ab?

Seminarleiter und Teilnehmer kommen für ein Blitzlicht alle in einer Runde zusammen. Der Seminarleiter stellt eine Frage. Anschließend äußern sich der Reihe nach alle Teilnehmer in wenigen Sätzen zu der vorgegebenen Fragestellung. Während ein Teilnehmer spricht, hören alle anderen Teilnehmer nur zu und reden selbst nicht. Als Hilfsmittel kann man hier auch ganz einfach ein Spielzeug, z.B. einen Anti-Stress-Ball einsetzen. Kommunikationsregel: Wer den Gegenstand hat darf sprechen! Eine Diskussion über die unterschiedlichen Meinungsäußerungen findet erst im Anschluss statt, wenn sich auf diese Weise alle Teilnehmer geäußert haben.

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Was sind die Vor- und Nachteile eines Blitzlichts?

Der entscheidende Vorteil liegt in der einfachen Umsetzbarkeit ohne großartige Vorbereitung, Material- und Zeitaufwand. Mit einem Blitzlicht lassen sich zeitnah kritische Seminarsituationen klären, die Erwartungshaltungen oder Rückmeldungen der Teilnehmer abfragen. Es ist zwar nicht unbedingt nachteilig, aber man sollte sich klarmachen, dass ein Blitzlicht immer nur eine Momentaufnahme ist. Ein beachtenswerter Nachteil ist, dass man nicht unbedingt unterschiedliche Meinungen erhält, d.h. wenn die ersten drei Teilnehmer tendenziell die gleiche Meinung geäußert haben („Die gezeigten Folien sind sehr informativ.“) wagt es der vierte Teilnehmer oft nicht eine andere „seine eigene“ Meinung („Folienschleuder finde ich doof!“) zu vertreten.