Kreativitätstechniken: Brainstorming

Was versteht man unter Brainstorming?

Das in den 1930er Jahren von dem amerikanischen Werbefachmann Alex F. Osborn entwickelte Brainstorming (auch: Ideensammlung, Kopfsalat) ist vermutlich die bekannteste Kreativitätstechnik überhaupt. Beim Brainstorming nennen die Seminarteilnehmer spontan Lösungsvorschläge für ein Problem, welche dann vom Seminarleiter für die Gruppe sichtbar am Flipchart (alternativ: an der Tafel, am Whiteboard) notiert werden.

Wann wird ein Brainstorming eingesetzt?

Zum Einsatz kommt das Brainstorming entweder am Anfang einer Themenbearbeitung oder wenn die Auseinandersetzung mit einem Thema zum Stillstand gekommen ist. Das Ziel des Brainstorming ist es dabei, dass sich die Seminarteilnehmer durch ihre Beiträge gegenseitig inspirieren und so gemeinsam eine möglichst große Vielfalt an Ideen produzieren.

Wie läuft ein Brainstorming ab?

Der für ein Brainstorming angesetzte Zeitrahmen beträgt üblicherweise 15 bis maximal 30 Minuten. Die beiden wichtigsten Regeln sind, dass

  1. die Ideen möglichst kurz und knapp, d.h. ohne nähere Erläuterung, genannt werden.
  2. die geäußerten Vorschläge zunächst nicht bewertet oder kritisiert werden.

An diese zeitlich streng begrenzte Kreativitätsphase des Brainstorming schliesst sich dann die Auswertungsphase an, in welcher die notierten Lösungsvorschläge diskutiert, sortiert, bewertet und nach Möglichkeit weiterentwickelt werden.


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Was sind die Vor- und Nachteile des Brainstorming?

Zu den Vorteilen des Brainstorming zählt, dass es nur wenig Vorbereitung erfordert und der dafür notwendige Zeitaufwand gering ist. Ausserdem gelingt es dadurch häufig eine sehr große Vielfalt an Ideen zusammenzutragen.

Als Nachteil des Brainstorming gilt die Tatsache, dass dabei in der Regel nur sehr einfache Lösungsansätze gefunden werden die später unbrauchbar sind. Bei vorhandenen Gruppenhierarchien kommt es zudem nicht selten zu Kreativitätsblockaden bei den Teilnehmern, d.h. einige nennen überproportional viele ihrer Ideen während andere sich zurückhalten, die anderen erst ausreden lassen wollen usw.