Ich visualisiere, also bin ich!

Fast alle Seminarleiter/innen tun es, aber warum eigentlich? Eben weil es alle machen, weil es irgendwie dazu gehört, weil nur reden langweilig ist, weil die Zeit damit schneller rumgeht …

Visualisierung ist auf ein Ziel ausgerichtet

Die Visualisierung, d.h. die bildhafte Darstellung von Informationen, ist nur dann sinnvoll, wenn sie vorher gründlich durchdacht wurde.

Die entscheidenden Fragen dabei sind

  1. Was will ich veranschaulichen?
  2. Warum will ich diesen Sachverhalt veranschaulichen?

Erst wenn ich diese Vorüberlegungen im Hinblick auf die geplante Visualisierung geklärt habe, sollte ich mir Gedanken über die Frage „3. Wie kann ich das veranschaulichen?“ machen.

Auswahl des Visualisierungsmediums

Für eine Visualisierung stehen mir ganz unterschiedliche Medien zur Verfügung. Beispielsweise

  • Tafel, Whiteboard, Pinnwand
  • Flipchart
  • Overhead-Projektor, Beamer

Es ist deshalb sinnvoll, sich über die Vor- und Nachteile der einzelnen Medien im Vorfeld der Visualisierung Gedanken zu machen und diese Visualisierungsmedien dann bewusst einzusetzen.

Dabei kann es auch um persönliche Vorlieben oder „was gerade verfügbar ist“ gehen – ein häufiges Entscheidungskriterium ist aber die Frage, wie lange die Visualisierung sichtbar sein soll. Ist es sinnvoll, dass die visualisierten Inhalte dauerhaft während des gesamten Seminars sichtbar sind, entscheide ich mich eher für Tafel, Whiteboard oder Pinnwand. Geht es um die auflockernde Visualisierung von Teilaspekten in einem längeren und sonst eintönigen Vortrag sind Overhead-Projektor und Beamer die geeigneteren Medien.


Einstieg in die Visualisierung. Wie man aus Daten Informationen macht (Amazon-Partnerlink)

Gute Visualisierung ist immer einfach

Die technischen Möglichkeiten verleiten etliche Seminarleiter/innen dazu hochkomplexe Sachverhalte mit umfangreichen Tabellen oder detaillierten Grafiken dazustellen. Dahinter steckt oft viel Arbeit, aber was nützt es, wenn jeder nur mögliche Aspekt bei der Visualisierung berücksichtigt wurde – die/der durchschnittliche Seminarteilnehmer(in) aber nicht in der Lage die Informationen zeitnah zu verstehen?

Die entscheidende Voraussetzung für eine gelungene Visualisierung ist deshalb weder technisches Knowhow noch künstlerisches Geschick, sondern die Fähigkeit komplizierte Sachverhalte auf das Wesentliche zu reduzieren.

Des weiteren ist wichtig, dass die Visualisierung von den Seminarteilnehmern/innen deutlich gesehen, schnell erfasst und wirklich verstanden werden kann. Das setzt eine übersichtliche Darstellung sowie eine einfache Bildsprache voraus.

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