Kategorie-Archiv: Prozeß- und Ergebnisevaluation

Transfererfolg

Bezogen auf die → Evaluation (Untersuchung und Bewertung) von Bildungsmaßnahmen sind die Zufriedenheit der Teilnehmer/innen und der Transfererfolg zwei wichtige Merkmale.

Nachdem man im ersten Schritt beispielsweise im Rahmen von Feedback-Runden (Blitzlicht, Stimmungsbarometer, Sätze ergänzen usw.) die Zufriedenheit der Teilnehmer/innen erfragt hat geht es im zweiten Schritt darum zu erfahren inwieweit die Teilnehmer/innen das Gelernte auch tatsächlich in die Praxis umsetzen konnten.

Lerntransfer

Dieser sogenannte Lerntransfer ist das entscheidende Kriterium wenn es darum geht den Erfolg von Weiterbildungsmaßnahmen zu bewerten. Transfererfolg weiterlesen

Reflecting Team

reflecting = engl. reflektieren, über etwas nachdenken

Beispielsweise im Rahmen einer einwöchigen Bildungsveranstaltung werden täglich zu Beginn des Seminars zwei Teilnehmer/innen ausgewählt, die an diesem Tag eine Beobachterrolle einnehmen.

Reflecting_Team

Die Aufgabe dieses sogenannten Reflecting Teams ist es insbesondere den Seminarverlauf aufmerksam zu verfolgen, wesentliche Aspekte zu protokollieren und gruppendynamische Prozesse zu erkennen.

Am Ende des Tages teilen die beiden Mitglieder des Reflecting Teams der Gruppe ihre Beobachtungen mit, geben Lehrenden und Lernenden eine Rückmeldung und machen aus ihrer Sicht sinnvolle Verbesserungsvorschläge.

Das schärft nicht nur den Blick aller Beteiligten für den Lehr-Lern-Prozess, sondern ermöglicht außerdem die fortlaufende Optimierung desselben noch während das Seminar, in diesem Fall der Bildungsurlaub, stattfindet.

Werbung:


Zufriedenheit abfragen

In der Erwachsenenbildung kommen die TeilnehmerInnen mit individuell oftmals sehr unterschiedlichen Erwartungshaltungen in ein Seminar. Erwachsene verfügen über vielfältige Lebenserfahrungen und haben bereits ein mehr oder weniger ausgeprägtes Vorwissen zum Seminarthema.abfrage_-zufriedenheit

Von daher ist auch die Bilanz am Ende eines Seminars in der Regel eine sehr persönliche.

Auch wenn die Seminargruppe als Ganzes ein kleines Stück des Lebens-Lern-Weges gemeinsam gegangen ist – das angestrebte Lernziel haben alle Lernenden (trotz eventueller Vorgaben) nur für sich selbst abgesteckt. Zufriedenheit abfragen weiterlesen

Lerntagebuch

Die regelmässige, schriftliche Dokumentation der gelernten Inhalte und der erzielten Lernfortschritte wird auch als Lerntagebuch bezeichnet.

Ein Lerntagebuch unterstützt einen strukturierten und effektiven Lernprozess, weil

  • es den Lernenden motiviert, da dieser seine Lernfortschritte leichter erkennen kann.
  • die Lerninhalte mit persönlichen Einschätzungen und Erfahrungen verknüpft werden.
  • durch die Rekapitulation des Lernstoffes eine Vertiefung des Gelernten erfolgt.
  • der „rote Faden“ leichter erkennbar wird und Wichtiges hervorgehoben werden kann
  • Fragen notiert werden können, die später gezielt bearbeitet werden können.

Ein solches Lerntagebuch dient der Überprüfung des Lehr-/Lernerfolgs hauptsächlich durch den Lernenden selbst, der das Lerntagebuch führt, aber auch durch den Lehrenden, der durch das Lesen des Lerntagebuchs ein Feedback erhält.

Werbung:


Ballrunden sind vielseitig einsetzbar!

Eine Ballrunde eignet sich zum gegenseitigen Kennenlernen, als Muntermacher für zwischendurch, um chaotisches Durcheinanderreden zu unterbinden oder für eine kurze Meinungsumfrage.

Quelle: pixabay.com / User: geralt / Lizenz: CC0

Die entscheidende Regel für eine Ballrunde ist, dass jeweils nur diejenige/derjenige spricht, die/der den Ball gerade in ihren/seinen Händen hält. Alle anderen schweigen und hören zu. Wenn sie/er mit seinem Wortbeitrag fertig ist, wirft sie/er den Ball der/dem nächsten Teilnehmer/in zu. Und so weiter. Ballrunden sind vielseitig einsetzbar! weiterlesen

Sätze ergänzen

Eine Methode, die sich für eine Prozessevaluation während eines Seminars eignet ist das „Sätze ergänzen“. Hierbei erhält jede/r Teilnehmer/in fünf bis zehn Minuten Zeit einen vorgegebenen Satzanfang fortzuführen. Zum Beispiel: „In diesem Seminar vermisse ich bisher ….“.

Saetze_ergaenzenDafür kann man beispielsweise pro Teilnehmer/in drei Moderationskarten ausgeben, die dann von diesen mit jeweils einem Aspekt beschrieben werden.

Anschließend liest jede/r Teilnehmer/in ihre/seine Antworten kurz vor. Die Karten werden dann für alle lesbar an eine Moderationswand geheftet. Dabei können die einzelnen Aspekte diskutiert und Fragen an den jeweilige/n Teilnehmer/in gestellt werden. Zum Schluss werden die Themen nach Kategorien sortiert, diese in ihrer Bedeutung gewichtet und gemeinsam nach Verbesserungsmöglichkeiten gesucht.

Werbung: