Archiv der Kategorie: Kreativitätstechniken

Methode: Schneelawine

Mit Hilfe der Unterrichtsmethode Schneelawine werden aus vielen abstrakten Ideen einzelner Seminarteilnehmer wenige konkrete Lösungsvorschläge hinter denen die ganze Gruppe steht.

Ähnlich wie bei den klassischen Kreativitätstechniken → Brainstorming und → Brainwriting schreibt jeder Teilnehmer zunächst jeweils drei Ideen zu einem vorgegebenen Problem auf einen Zettel. Methode: Schneelawine weiterlesen

Morphologische Analyse

Die morphologische Analyse ist dann hilfreich, wenn es darum geht einen komplexen Sachverhalt vorurteilsfrei zu betrachten und einen entsprechend strukturierten Lösungsansatz zu finden.

Im Hinblick darauf ist der morphologische Kasten (Zwicky-Box*) das wichtigste Hilfsmittel für die morphologische Analyse.

Morphologischer Kasten (Zwicky-Box)
Morphologischer Kasten (Zwicky-Box)

Ablauf der morphologischen Analyse

  • Alle Merkmale die in Bezug auf die Fragestellung wichtig sind werden untereinander geschrieben. Bsp.: Veranstaltungsart
  • Dann werden die möglichen Varianten der Merkmale rechts daneben notiert. Bsp.: Vortrag, Diskussion, Seminar
  • Anschließend werden die unterschiedlichen Kombinationen ausgewählt und auf ihre Sinnhaftigkeit überprüft. So ergibt sich mit der Zeit ein stimmiger Lösungsansatz.

* Die Zwicky-Box ist nach dem Schweizer Astro-Physiker Fritz Zwicky (1898 – 1974) benannt.


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Kopfstand-Technik

Kopfstand-Technik
Kopfstand-Technik

Bei der Kopfstandtechnik handelt es sich um eine leicht erlernbare und sehr erfolgreiche Kreativitätstechnik mit deren Hilfe neue Ideen oder Problemlösungen gefunden werden können.

Dabei wird die ursprüngliche Fragestellung zunächst ins Gegenteil verkehrt. Die daraufhin gesammelten Ideen und Lösungsvorschläge werden dann erneut wieder umgekehrt.

Beispiel für die Methode “Kopfstand-Technik”:

  • Ursprüngliche Fragestellung: Wie erreiche ich, dass eine möglichst große Anzahl an Teilnehmer/innen zu meinem Seminar kommt?
  • Umkehrung der Fragestellung: Wie erreiche ich, dass möglichst keine/r zu meinem Seminar kommt?
  • Sammlung von Ideen und Lösungsvorschlägen: um 5.00 Uhr morgens anfangen, Seminargebühren ab 1000,00 EUR, Garage als Seminarraum …
  • Umkehrung der gefundenen Ideen und Lösungsvorschläge: teilnehmerfreundliche Seminarzeiten, bezahlbare Kosten, angenehme Lernumgebung
  • Weiterentwicklung zu konkreten und praxistauglichen Lösungsansätzen

Die Kopfstand-Technik ist schnell vermittelbar und ohne größeren Material- und Zeitaufwand durchführbar. Sie ist unterhaltsam und eignet sich auch für weniger kreative Gruppen.


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Kreativitätstechniken: Totschlagargumente rechtzeitig entlarven

Beim Einsatz von Kreativitätstechniken ist es ausgesprochen wichtig dafür zu sorgen, dass jegliche Ideen unabhängig von ihrer möglichen Realisierbarkeit zunächst völlig frei geäußert werden können. Die kritische Bewertung der Ideen und die Überprüfung auf ihre Machbarkeit hin erfolgt erst später, wenn die kreative Phase abgeschlossen ist.

Phase 1: kreative Phase (Sammeln von Ideen)
Phase 2: Kritikphase (Beurteilen und Weiterentwickeln der Ideen) Kreativitätstechniken: Totschlagargumente rechtzeitig entlarven weiterlesen

Kreativitätstechniken: Lexikon-Methode und Katalog-Technik

Die Lexikon-Methode und die Katalog-Technik gehören beide zu den Kreativitätstechniken, genauer gesagt zu den sogenannten Reizwortmethoden. Das Grundprinzip der systematischen Zufallsanregung mittels Reizworten besteht darin Anregungen aus zufällig ausgewählten Textquellen (Lexikon, Katalog) zu erhalten.

Der Ablauf ist denkbar einfach.

  1. Es wird ein noch zu lösendes Problem benannt.
  2. Aus einem Lexikon oder einem Katalog wird per Zufall ein Artikel ausgewählt.
  3. Einzelne Worte dieses Artikels werden dann auf das Problem bezogen.

Der Vorteil von Lexikon-Methode und Katalog-Technik besteht darin, dass der zufällig ausgewählte Artikel oft so weit vom eigentlichen Problem wegführt, dass die gefundenen Lösungsideen von verblüffender Neuigkeit sein können. Der Nachteil ist, dass die Übertragung der durch den Artikel erhaltenen Impulse auf das ungelöste Problem oft nicht gelingt.


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