Kategorie-Archiv: Inhaltliche Arbeit / Wissensvermittlung / Erfahrungsaustausch

Pro-und-Contra-Debatte

Die Pro- und-Contra-Debatte ist eine wirksame Methode wenn es um die Förderung einer konstruktiven Diskussionskultur geht. Die Teilnehmer/innen lernen dabei nicht nur die eigene Meinung selbstbewusst zu vertreten, sondern auch Gegenargumente zuzulassen. Außerdem wird die Empathie (das Einfühlungsvermögen) gefördert, was sich beispielsweise auch auf die Teamfähigkeit positiv auswirkt.

Grundlage der Pro-und-Contra-Debatte ist die Benennung eines konfliktträchtigen Streitthemas, wie zum Beispiel „Jod-Prophylaxe, ja oder nein?“. Pro-und-Contra-Debatte weiterlesen

Projektmethode

Mit der Projektmethode werden insbesondere die Eigeninitiative, aber auch die kommunikativen und sozialen Fähigkeiten der Teilnehmer/innen sowie deren Fähigkeiten zur Selbstorganisation und zum Zeitmanagement gefördert.

Das gewählte Projekt sollte für die Teilnehmer/innen gut überschaubar, konkret fassbar und zeitlich begrenzt sein. Es sollte ergebnisoffen sein, aber trotzdem eine klare und machbare Zielvorgabe haben. Projektmethode weiterlesen

Open Space

Mit Open Space steht eine Methode zur Verfügung, die insbesondere im Rahmen von Tagungen geeignet ist die Vorträge von Einzelpersonen und die Arbeit in Kleingruppen erfolgreich miteinander zu verbinden.

Ruth Seliger: Einführung in Großgruppenmethoden (Amazon-Partnerlink)

  • Phase 1: Ein/e Referent/in führt mit einem ausführlichen Vortrag in das zu ausgewählte Thema ein.
  • Phase 2: Die Zuhörer/innen benennen im Anschluss an den Vortrag Teilaspekte die sie gern vertiefend behandeln möchten. Diese werden in eine vorbereitete Zeit-Raum-Matrix eingetragen.
  • Phase 3: Die Teilnehmer/innen finden sich in den verschiedenen Kleingruppen zusammen und bearbeiten gemeinsam das jeweilige Unterthema. Die wichtigsten Ergebnisse werden entsprechend visualisiert.
  • Phase 4: Die Gruppe findet sich wieder als Ganzes im Tagungsraum zusammen. Nacheinander werden die in den Kleingruppen erarbeiteten Ergebnisse von diesen vorgestellt.

 

Markt der Möglichkeiten

Beispielsweise im Zusammenhang mit einer turnusmäßigen Tagung kann ein im Vorfeld vorbereiteter, sogenannter „Markt der Möglichkeiten“ eingerichtet werden. Hierbei werden von unterschiedlichen Fachabteilungen eines Unternehmens, abteilungsübergreifend tätigen Projektgruppen oder branchenweit aktiven, unternehmensnahen Initiativen in einem Saal individuelle Informationsstände aufgebaut.

Im Rahmen dieser „Marktstände“ haben die einzelnen Abteilungen, Projektgruppen und Initiativen die Gelegenheit sich und ihre Tätigkeiten anschaulich darzustellen. Für die Besucher/innen eines solchen „Marktes der Möglichkeiten“ bietet dieser außerdem die Chance sich mit den jeweiligen Ansprechpartnern/innen auszutauschen und so wertvolle informelle Kontakte zu knüpfen. Darüber hinaus ist auch die Weitergabe von weiterführendem Informationsmaterial empfehlenswert.

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Lernfähigkeit und Lernbereitschaft

Belehrung vermeiden

Alle Erwachsenen sind zunächst einmal lernfähig. Aber – und das ist das Wichtige – sie entscheiden selbst, ob und was sie lernen wollen. Wenn diese grundsätzliche Lernbereitschaft nicht vorhanden ist, laufen sämtliche Bemühungen der Lehrenden gewissermaßen ins Leere. Man kann erwachsene Kursteilnehmer/innen nicht einfach so belehren und Wissen vermitteln, welches man selbst für wichtig hält.

Lernbereitschaft fördern

Deshalb ist es wichtig, sich bei der Planung und Durchführung eines Seminars nicht allein auf die Weitergabe von Informationen, die Vermittlung von Wissen und die inhaltliche Arbeit zu konzentrieren. Für den Erfolg einer Bildungsveranstaltung ist die Förderung der Lernbereitschaft der Teilnehmer/innen mindestens genauso bedeutsam. Wenn es der/m Kursleiter/in nicht gelingt die Teilnehmer/innen vom Nutzen des Lernstoffes zu überzeugen, sind Inhalte, Fachkompetenz und Präsentation im Grunde genommen gleichgültig – der erhoffte Bildungserfolg wird sich nicht einstellen.

Anschlusslernen ermöglichen

Um die Lernbereitschaft der Teilnehmer/innen zu fördern, sollten deren Vorkenntnisse, Erfahrungen und Sichtweisen immer Berücksichtigung finden. Dieses sogenannte Anschlusslernen, also das Anknüpfen an bereits vorhandenes Wissen, begünstigt schnelle Lernfortschritte und motiviert die Teilnehmer/innen zum Weiterlernen.

Fernkurs „E-Learning-Manager/in“ an der Fernakademie-Klett
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Buch-Neuerscheinung: Fachwissen lebendig vermitteln

Der Ratgeber „Fachwissen lebendig vermitteln: Das Methodenhandbuch für Trainer und Dozenten“ erscheint am 13. Mai 2016 in einer Neuauflage. Autoren des 216seitigen Taschenbuchs sind Juliane Meyerhoff und Christoph Brühl. Verlag: Springer/Gabler. Preis 34,99 EUR.


Fachwissen lebendig vermitteln: Das Methodenhandbuch für Trainer und Dozenten (Amazon-Partnerlink)

„Lebendig und praxisbezogen – so sollten Fachtrainings und Schulungen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung sein. Leider ist oft das Gegenteil der Fall. Doch es muss nicht langweilig zugehen, wenn harte Fakten gelernt werden sollen. Dr. Juliane Meyerhoff und Dr. Christoph Brühl, Naturwissenschaftler und Fachtrainer, haben die verschiedensten aktivierenden Unterrichtsmethoden erfolgreich erprobt und für dieses Buch übersichtlich aufbereitet. Außerdem erfahren Sie, wie man guten Unterricht grundsätzlich konzipiert und effizient vorbereitet.“ Quelle: www.amazon.de

Tandem-Prinzip und Mentoring-System

Zu den am weitesten verbreiteten Methoden der Erwachsenenbildung gehört die Partnerarbeit in Zweier-Teams. Dabei profitieren zwei Erwachsene von dem Wissen, den Erfahrungen und den Fähigkeiten des jeweils anderen.

Beim Mentoring-System gibt eine erfahrene Person (Mentor/in) ihr Wissen und ihre Erfahrungen an eine unerfahrenere Person (Mentee) weiter. Dabei geht es vorrangig darum, dass die/der Mentee bei ihrer/seiner persönlichen und/oder beruflichen Weiterentwicklung Unterstützung erhält. Aber auch die/der Mentor/in gewinnt neue Denkanstösse und kann ihre/seine sozialen Kompetenzen erweitern. Tandem-Prinzip und Mentoring-System weiterlesen