Archiv der Kategorie: Inhaltliche Arbeit / Wissensvermittlung / Erfahrungsaustausch

Fallbesprechung

Persönliche Erfahrungen sind die entscheidende Grundlage für den Erwerb sozialer Kompetenzen im Erwachsenenalter. Neben der selbstreflexiven Verarbeitung von Erfahrungen ist im Hinblick darauf insbesondere auch der Erfahrungsaustausch mit anderen ausgesprochen hilfreich.

Eine Methode der Erwachsenenbildung die einen kritischen und zugleich wohlwollenden-unterstützenden Erfahrungsaustausch fördert ist die Fallbesprechung.

Bei der Fallbesprechung schildert ein/e Teilnehmer/in der Gruppe ein konkretes Erlebnis, berichtet über die gemachten Erfahrungen und die eigene Interpretation der Ereignisse.

Anschließend erhält er von der Gruppe ein Feedback. Es ist wichtig, dass die Gruppenmitglieder versuchen unterschiedliche Standpunkte und Sichtweisen zu berücksichtigen.

Dadurch gelingt es dem Berichterstatter häufig den konfliktbehafteten Sachverhalt aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten und mit der Hilfe der Gruppe eine konstruktive Lösung für den Konflikt zu finden.


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Vier Ecken

Dabei lernen die Teilnehmer/innen einen Sachverhalt aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten wodurch unter anderem das Einfühlungsvermögen (die Empathie) gefördert wird. Außerdem geht es für die Teilnehmer/innen darum die Verhältnismäßigkeit des eigenen Handelns zu erkennen.

Beispiel: Ein Bildungsurlaubsseminar, bei dem es um berufliche Fortbildung geht, aus Sicht

  1. der Teilnehmer/innen,
  2. der/des Dozentin/en,
  3. des Veranstalters und
  4. des Arbeitgebers.

Vier_EckenIn den vier Ecken eines Seminarraumes wird jeweils ein Blatt Papier ausgelegt, ein Flipchart aufgestellt oder eine Pinnwand/ein Whiteboard aufgehangen auf dem die unterschiedlichen Aspekte der einzelnen Sichtweisen notiert werden können. Jede/r Teilnehmer/in notiert reihum was ihr/ihm dazu einfällt.

Danach werden die vier unterschiedlichen Positionen vorgetragen,  einander gegenübergestellt und von den Teilnehmer/innen diskutiert.


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Planspiel

Beim Planspiel geht es darum eine gegenwärtig vorhandene oder in der Zukunft erwartete Problemsituation möglichst realitätsnah durchzuspielen. Durch diese Simulation soll die Konflikt-, aber auch die Kompromissfähigkeit der Teilnehmer/innen gefördert werden.

Auf eine in das Thema einleitende Informationsphase folgt die ausgedehnte Arbeit in Kleingruppen, die sich jeweils mit der Rolle einer Interessengruppe beschäftigen. Die Ergebnisse werden den anderen Gruppen zur Verfügung gestellt, die sich damit kritisch auseinandersetzen.

In einer abschließenden Plenumsdiskussion wird dann geklärt, wo Kompromisse möglich sind und welche Konflikte weiterhin bestehen. Das Ziel ist die konstruktive Lösung einer Konfliktsituation.

Pro: Ein Planspiel ermöglicht die gründliche Auseinandersetzung mit einem sehr komplexen Sachverhalt.

Contra: Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung eines Planspiels sind extrem zeitaufwendig.


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Pro-und-Contra-Debatte

Die Pro- und-Contra-Debatte ist eine wirksame Methode wenn es um die Förderung einer konstruktiven Diskussionskultur geht. Die Teilnehmer/innen lernen dabei nicht nur die eigene Meinung selbstbewusst zu vertreten, sondern auch Gegenargumente zuzulassen. Außerdem wird die Empathie (das Einfühlungsvermögen) gefördert, was sich beispielsweise auch auf die Teamfähigkeit positiv auswirkt.

Grundlage der Pro-und-Contra-Debatte ist die Benennung eines konfliktträchtigen Streitthemas, wie zum Beispiel „Jod-Prophylaxe, ja oder nein?“. Pro-und-Contra-Debatte weiterlesen

Projektmethode

Mit der Projektmethode werden insbesondere die Eigeninitiative, aber auch die kommunikativen und sozialen Fähigkeiten der Teilnehmer/innen sowie deren Fähigkeiten zur Selbstorganisation und zum Zeitmanagement gefördert.

Das gewählte Projekt sollte für die Teilnehmer/innen gut überschaubar, konkret fassbar und zeitlich begrenzt sein. Es sollte ergebnisoffen sein, aber trotzdem eine klare und machbare Zielvorgabe haben. Projektmethode weiterlesen