Kategorie-Archiv: Gestaltung von Anfangssituationen

Spiele in Seminaren der Erwachsenenbildung

Der Einsatz von Spielen insbesondere am Anfang von Seminaren für Erwachsene ist zwar oft gut gemeint, aber nur selten eine wirklich gute Idee. Was bei Studenten/innen oder jüngeren Müttern von Kleinkindern eventuell noch leidlich funktioniert, ruft bei fast allen anderen Zielgruppen eher Kopfschütteln bis hin zu Ablehnung hervor.

Erwachsene Teilnehmer/innen

  • können damit nichts anfangen
  • finden Spiele eher albern
  • wollen sich nicht lächerlich machen
  • kommen sich kindisch vor
  • empfinden Spiele als sinnlose Zeitverschwendung
  • fühlen sich zum Mitmachen gedrängt
  • machen nur widerwillig mit

Bevor man in der Erwachsenenbildung ein Spiel einsetzt ist eine möglichst realistische Einschätzung der Seminargruppe deshalb von entscheidender Bedeutung. Und gerade diese kann man in der Regel zu Seminarbeginn noch nicht haben. Um einen Fehlstart zu vermeiden, ist es aus diesem Grund besser mit dem Einsatz von Spielen zu warten bis man sich sicher ist, dass sie funktionieren bzw. im Zweifelsfall ganz darauf zu verzichten.

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Ballrunden sind vielseitig einsetzbar!

Eine Ballrunde eignet sich zum gegenseitigen Kennenlernen, als Muntermacher für zwischendurch, um chaotisches Durcheinanderreden zu unterbinden oder für eine kurze Meinungsumfrage.

Quelle: pixabay.com / User: geralt / Lizenz: CC0

Die entscheidende Regel für eine Ballrunde ist, dass jeweils nur diejenige/derjenige spricht, die/der den Ball gerade in ihren/seinen Händen hält. Alle anderen schweigen und hören zu. Wenn sie/er mit seinem Wortbeitrag fertig ist, wirft sie/er den Ball der/dem nächsten Teilnehmer/in zu. Und so weiter. Ballrunden sind vielseitig einsetzbar! weiterlesen

Cocktail-Party … das Speed-Dating der Erwachsenenbildung ;-)

Welche Methode sich für die Gestaltung der Anfangsphase eines Seminars eignet, ist unter anderem von der Zusammensetzung der Teilnehmer/innen abhängig. Kennen sich die Teilnehmer/innen bereits, weil sie beispielsweise im gleichen Unternehmen tätig sind? Oder sind sich die Teilnehmer/innen untereinander noch völlig fremd?

Einige Teilnehmer/innen scheuen die Kontaktaufnahme zu Seminarbeginn.

Dann sollte man berücksichtigen, dass es sehr vielen Menschen ausgesprochen schwer fällt sich am Anfang eines Seminars direkt in einer größeren Gruppe vorzustellen. Eine Hilfestellung, wie diese Hemmschwelle überwunden und Ängste sowie Unsicherheiten im Kontakt mit fremden Menschen schnell abgebaut werden können, kann man als Seminarleiter/in geben indem man eine sogenannte Cocktail-Party durchführt. Cocktail-Party … das Speed-Dating der Erwachsenenbildung 😉 weiterlesen

Buch-Neuauflage: Anfangssituationen – Was man tun und besser lassen sollte

Demnächst ist die Neuauflage des gebundenen Buchs „Anfangssituationen: Was man tun und besser lassen sollte“ erhältlich. Es handelt sich dann um die inzwischen 11. Auflage des Bestsellers von Karlheinz A. Geißler. Preis: 34,95 EUR


Anfangssituationen: Was man tun und besser lassen sollte  (Amazon-Partnerlink) Buch-Neuauflage: Anfangssituationen – Was man tun und besser lassen sollte weiterlesen

Begrüßungswand

Unmittelbar zu Beginn eines Seminars eingesetzt, erleichtert eine als Begrüßungswand gestaltete Moderationstafel (Metaplanwand) das Ankommen der Teilnehmer/innen in der ungewohnten Situation, weil sie gleich aktiv werden können. Außerdem werden so erste Kontakte aufgenommen und das gegenseitige Kennenlernen gefördert.

Für die/den Seminarleiter/in bietet die Begrüßungswand ebenfalls mehrere Vorteile. Sie kann problemlos vorbereitet werden. Die/der Seminarleiter/in steht nicht unmittelbar im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, sondern kann sich zunächst zurückhalten, um beispielsweise seine eigene Nervosität unter Kontrolle zu bekommen. Die Zeit in der sich die Teilnehmer/innen eintragen, kann genutzt werden, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen und die Teilnehmer/innen besser einschätzen zu können. Begrüßungswand weiterlesen

Anfangssituationen gestalten: Bildbetrachtungen

In der Erwachsenenbildung gibt es ganz unterschiedliche Methoden mit denen man Anfangssituationen gestalten kann. Dazu gehören beispielsweise → Namensspiele, ein → Steckbrief oder auch ein → Erwartungsblitzlicht. Eine weitere Möglichkeit sind die sogenannten Bildbetrachtungen.

Bildbetrachtungen sind sehr gut geeignet um unkompliziert miteinander ins Gespräch zu kommen und sich gegenseitig kennenzulernen.

Bildbetrachtung_1 Bildbetrachtung_2 Bildbetrachtung_3 Bildbetrachtung_4 Bildbetrachtung_5 Bildbetrachtung_6 Bildbetrachtung_7

Für die Bildbetrachtungen werden zunächst einige Bilder auf einem Tisch oder dem Fußboden verteilt bzw. an einer Wand aufgehangen. Anschließend sucht sich jede/r Teilnehmer/in eines der Bilder aus. In einer aufgelockerten Runde begründen danach alle warum sie sich gerade für das Bild entschieden haben. Anfangssituationen gestalten: Bildbetrachtungen weiterlesen

Anfangssituationen gestalten – Erwartungsblitzlicht

„Ich erwarte gar nichts – ich bin nur hier, weil ich muss. Mein Chef hat mich hergeschickt und jetzt sitze ich die Zeit eben ab.“

Ein Erwartungsblitzlicht ist eine einfache und effektive Möglichkeit etwas über die Motivation und die Erwartungshaltung der Teilnehmer zu erfahren. Auch wenn das Ergebnis, wie beispielsweise die Aussage oben, nicht immer das ist was man als Trainer gerne hören möchte. Aber trotzdem sind gerade diese grundehrlichen Statements wichtig, weil dadurch geklärt wird wer überhaupt bereit ist aktiv mitzuarbeiten und sich einzubringen. Aus dem Erwartungsblitzlicht ergeben sich darüber hinaus wertvolle Hinweise wo die Interessen der Teilnehmer liegen und worauf demzufolge der inhaltliche Schwerpunkt des Seminars gelegt werden sollte. Anfangssituationen gestalten – Erwartungsblitzlicht weiterlesen