Kategorie-Archiv: ABC der Erwachsenenbildung (Pädagogisches Grundwissen)

Feedback-Methode

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Wenn in der Erwachsenenbildung von Feedback die Rede ist, geht es nicht einfach darum „jemandem (ungebeten) die Meinung zu sagen“. Sondern dann wird Feedback  als bewusst herbeigeführte (gewollte) Rückmeldung im Rahmen eines gruppendynamischen Prozesses verstanden.

Das vorrangige Ziel der Feedback-Methode ist es, dass der Feedback-Empfänger die vorhandenen Unterschiede zwischen seiner Selbstwahrnehmung und der Fremdwahrnehmung des Feedback-Gebers erkennt. Dadurch ist es ihm möglich das eigene Verhalten gezielt zu verändern und beispielsweise die Kommunikation mit anderen zu verbessern.

Um dies zu erreichen ist es allerdings wichtig, dass sowohl vom Feedback-Empfänger als auch vom Feedback-Geber bestimmte Regeln eingehalten werden.

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Feedback-Regeln: Bitte gib‘ mir ein ZEICHEN!

  • Das Feedback soll zeitnah erfolgen.
  • Das Feedback soll vom Empfänger erwünscht sein.
  • Das Feedback soll vom Geber als Ich-Botschaft formuliert werden.
  • Das Feedback soll dem Charakter von Geber und Empfänger entsprechen, also authentisch sein.
  • Das Feedback soll dem Empfänger helfen. Es geht nicht um den Geber.
  • Das Feedback soll erklärend oder beschreibend, aber nicht bewertend oder verurteilend sein.
  • Das Feedback soll nicht dazu führen, dass sich der Empfänger rechtfertigen oder verteidigen muss.

Aktive und passive Lehrmethoden

Seit etlichen Jahren gibt es einen allgemeinen Trend weg von passiven Lehrmethoden und hin zu aktiven Lehrmethoden. Diese Entwicklung hält unverändert an und wird sich zukünftig wahrscheinlich auch noch weiter fortsetzen.

Passive Lehrmethoden

Passive Lehrmethoden (z.B. Vortrag, Präsentation) sind dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivität überwiegend beim Lehrenden liegt, während der Lernende in eine passive Zuhörerrolle gedrängt wird. Passive Lehrmethoden eignen sich lediglich für die Vermittlung von reinem Faktenwissen. Eine bessere Sozial- oder Handlungskompetenz („soft skills“) beim Lernenden kann damit nicht erreicht werden.

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Aktive Lehrmethoden

In Abgrenzung dazu werden bei aktiven Lernmethoden die Lernenden von Anfang an in die Vermittlung des Lehr-/Lernstoffes einbezogen. Aktive Lehrmethoden zielen häufig auf die Vermittlung von Erfahrungen durch eine Konfrontation mit praktischen Problemen ab. Dies kann entweder in der Praxis selbst, in der Praxis nachempfundenen Modellsituationen (Bsp. Rollenspiel), bei Kleingruppenarbeit usw. der Fall sein. Der Vorteil aktiver Lehrmethoden liegt in der Realitätsnähe und in der Beteiligung der Lernenden, was zu einer deutlich höheren Lernmotivation der Lernenden führt.

Fachwissen ist nicht gleich Fachkompetenz

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Wenn jemand über Fachwissen verfügt, dann bedeutet dies, dass er einen guten Überblick über ein spezielles Fachgebiet hat. Er versteht die gängigen Fachausdrücke. Außerdem kennt er die üblichen Arbeitsmittel sowie deren sachgemäße Anwendung. Zudem sind ihm die wichtigsten Rahmenbedingungen seines Fachs geläufig.

Wenn es darum geht erfolgreich zu arbeiten oder Wissen zu vermitteln, ist dieses Fachwissen allein aber nicht ausreichend. Dafür ist Fachkompetenz erforderlich.

Bezogen auf die Arbeitstätigkeit in einem Fachgebiet bedeutet Fachkompetenz, dass jemand die an ihn gestellten Aufgaben selbstständig, eigenverantwortlich und fachgerecht bewältigen kann.

Im Hinblick auf die Trainertätigkeit heißt Fachkompetenz, dass jemand in der Lage ist sein Fachwissen zielgerichtet, auf das Wesentliche reduziert, übersichtlich, praxisorientiert und durch einleuchtende Beispiele veranschaulicht weiterzugeben.

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Kurzporträt

Das Kurzporträt ist eine gute Möglichkeit die Anfangssituation eines Seminars zu gestalten.

Vor der eigentlichen Vorstellungsrunde erhält jede/r Teilnehmer/in einen Zettel auf dem drei Fragen notiert sind. Diesen füllt er entsprechend aus. Danach gruppieren sich alle TeilnehmerInnen locker z.B. um eine Metaplanwand. Ein/e Teilnehmer/in nach dem anderen stellt sich anhand seiner Antworten kurz vor und pinnt den Zettel dann an die Metaplanwand wo er während des Seminars hängenbleibt.

Vorlage für ein Kurzporträt als PDF-Download

Alternativ kann man auch eine Übersicht an der Metaplanwand vorbereiten in die sich die TeilnehmerInnen zu Seminarbeginn nacheinander eintragen. Siehe Begrüßungswand

Wie funktioniert „Lernen“?

„Lernen“ ist keine Tätigkeit, die man entweder tun oder lassen kann. Wir alle lernen immer und überall! Allerdings handelt es sich dabei in der Regel nicht um bewusstes, zielgerichtetes und organisiertes Lernen, sondern wir lernen häufig unbewusst und oft ungeplant.

Bei der Seminarplanung geht es deshalb in erster Linie um die Frage wie man das „Lernen“ unterstützen und in die gewünschte Richtung lenken kann. Um dies zu erreichen sind insbesondere zwei Aspekte entscheidend.

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Was versteht man unter Didaktik und Methodik?

Didaktik

Unter Didaktik versteht man die Theorie und Praxis des Lehrens und Lernens.

Ursprünglich ging es bei der Didaktik nur um die Theorie des Lehrens und Lernens. Davon unterschieden wurde die Praxis des Lehrens und Lernens – die Methodik. Heute trennt man Didaktik und Methodik nicht mehr so streng, sondern die Methodik wird als wesentlicher Teil der Didaktik angesehen.

Was versteht man unter Didaktik und Methodik? weiterlesen