Archiv der Kategorie: ABC der Erwachsenenbildung (Pädagogisches Grundwissen)

“Lernsinn” stiften

Erwachsene lernen insbesondere dann erfolgreich und effizient, wenn sie selbst in ihrem Tun einen Sinn erkennen. Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung den Nutzen der Lerninhalte z.B. für die alltägliche Arbeit hervorzuheben. Dieser Bezug zur Praxis sollte nach Möglichkeit außerdem durch Verknüpfungen zu bereits vorhandenem Wissen und bisherigen Erfahrungen der TeilnehmerInnen unterstützt werden.

Es geht also nicht in erster Linie um die Vermittlung von beispielsweise Fachwissen, sondern das Hervorheben des “Lernsinns” ist entscheidend. Wenn das gelingt, werden erwachsene TeilnehmerInnen auch außerhalb z.B. eines Seminars immer Mittel und Wege finden sich die entsprechenden Lerninhalte eigenverantwortlich anzueignen.

Buch-Neuerscheinung: Methodensammlung für Trainerinnen und Trainer

Autoren: Peter Dürrschmidt, Joachim Koblitz, Marco Mencke u.a.
Titel: Methodensammlung für Trainerinnen und Trainer
Erscheinungsdatum: 23. Mai 2017

Methodensammlung für Trainerinnen und Trainer (Amazon-Partnerlink)

“Mehr als 150 Übungen zu Themenfeldern wie Anfangsphase, Kommunikation und Körpersprache, Kooperation und Teamentwicklung, Führung, Aktivierung und Entspannung, Feedback, Transfer und Seminar-Evaluation. Die einzelnen Methoden sind nach den Kriterien Teilnehmerzahl, Zeitbedarf, räumliche Voraussetzungen, Hilfsmittel und Höhe des Vorbereitungsaufwands bewertet und eingeordnet.” Quelle: amazon.de

Eselsbrücken gegen das Vergessen

Das Herstellen von Zusammenhängen durch scheinbar abwegige Verknüpfungen ist eine erstaunlich gut funktionierende Möglichkeit, damit den Teilnehmenden die wichtigsten Aussagen oder Informationen im Gedächtnis bleiben.

Beispielsweise …

Quelle: pixabay.com / User: stux / Titel: bikini-377487_960_720 /  Lizenz: CC0

Ein guter Vortrag sollte – wie mein Lieblingsbikini – sein:

Kurz und knapp, aber trotzdem alles Wesentliche abdeckend!

Wenn Ihnen der Spruch bei Ihrem nächsten Strandurlaub unvermittelt einfällt, haben Sie anhand dieser Eselsbrücke hier und heute etwas gelernt.

Erfolgreich lehren durch Berücksichtigung der unterschiedlichen Lerntypen

Jeder erwachsene Mensch ist einzigartig, d.h. er verfügt über charakteristische, persönliche Fähigkeiten, Interessen, Erfahrungen usw.. Daraus folgt, dass Erwachsene auch auf sehr unterschiedliche Art und Weise lernen.

Gemäß dieser Erkenntnis gab es immer wieder Versuche Lernende in Lerntypen einzuteilen oder nach Lernstilen zu unterscheiden. Im Hinblick darauf war Frederic Vester (“Denken, Lernen, Vergessen” Stuttgart 1975) einer der ersten. Dieser ordnete  Lernende anhand der von ihnen bevorzugten Lernaktivität in vier verschiedene Lerntypen ein. Erfolgreich lehren durch Berücksichtigung der unterschiedlichen Lerntypen weiterlesen

Viele lehren so wie sie früher gelernt haben.

Der Frontalunterricht im Vortragsstil gilt heutzutage im Bereich der Erwachsenenbildung als nicht mehr zeitgemäß .

Interessanterweise arbeiten in der Erwachsenenbildung eher weniger Pädagogen/innen, sondern überwiegend Fach- und Führungskräfte. Wenn diese sich aber nicht eplizit auf die neue Rolle als Dozent/in vorbereitet haben oder von Pädagogen/innen darauf vorbereitet wurden, belehren sie die zu unterrichtenden Erwachsenen oft so wie sie es früher selbst als Schüler/in gelernt haben.

Sie haben häufig ein Rollenverständnis (Dozent/in = aktiv Vortragende/r, Teilnehmer/in = passiv Zuhörende/r) welches einer erfolgreichen Seminartätigkeit im Wege steht. Denn während ein/e Lehrer/in ihren/seinen Schülern/innen in der Regel deutlich überlegen ist, sind Dozent/in und Teilnehmer/innen in der Erwachsenenbildung einander oft ebenbürtig.  Es ist wichtig, sich diese Tatsache immer wieder bewusst zu machen.

Mehr zu dem Thema finden Sie unter dem Stichwort “partizipative Erwachsenenbildung“.

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