Archiv der Kategorie: ABC der Erwachsenenbildung (Pädagogisches Grundwissen)

Flexibilität ist Voraussetzung für die partizipative Erwachsenenbildung

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Moderne, partizipative Erwachsenenbildung sieht im Vergleich mit dem veralteten Frontalunterricht im Vortragsstil auf den ersten Blick nach weniger Anforderungen an den Seminarleiter aus.

Seine Rolle verändert sich weg vom über Expertenwissen verfügendem und allein verantwortlichem  Bildungsmanager Flexibilität ist Voraussetzung für die partizipative Erwachsenenbildung weiterlesen

Lernprozesse anregen

Wie fördert man die Auseinandersetzung der TeilnehmerInnen mit einem Thema? Was bringt die TeilnehmerInnen zum Nachdenken?

Durch offene Fragen, gezielte Provokationen oder mit humorvollen Beiträgen lassen sich Lernimpulse setzen.

Gezielte Fragestellungen fallen einem da meistens als erstes ein.

Das Geheimnis nachhaltigerer und somit erfolgreicherer Denkanstöße ist aber der emotionale Überraschungsmoment.

“Schatz, wie war dein Tag?” Was antworten Sie auf diese Frage? Für gewöhnlich will niemand seine/n Partner/in mit der Beschreibung seiner Alltagsroutine langweilen. Deshalb erzählen die meisten Menschen entweder Vorkommnisse über die sie sich geärgert haben oder unterhaltsame Anekdoten über die sie gelacht haben.

Genauso gelingt es oft gezielt Lernimpulse zu setzen. Fordern Sie die TeilnehmerInnen bewusst heraus oder bringen Sie sie unerwartet zum Lachen! Und dann nutzen Sie die Aufmerksamkeit und lassen Sie die TeilnehmerInnen aktiv mitarbeiten.

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Leitfaden für partizipative Trainingsmethoden

Unter partizipativer Erwachsenenbildung (Partizipation, lat. participatio = Teilhabe, Mitwirkung) versteht man einen wechselseitigen (interaktiven) Lehr-/Lern-Prozess von DozentInnen und TeilnehmerInnen. Dem Wissen, den Fähigkeiten, dem Erfahrungsschatz sowie den Interessen der TeilnehmerInnen kommt dabei eine größere Bedeutung als dem Expertenstatus der DozentInnen zu.

Weitergehende Informationen dazu bietet der 36seitige “Leitfaden für partizipative Trainingsmethoden” von Eva Engelhardt-Wendt, der hier kostenlos als PDF-Datei heruntergeladen werden kann. Es handelt sich dabei um eine ältere Veröffentlichung (2003) die aber unverändert eine gute Grundlage für die Seminarplanung ist.

Positives Lernumfeld erleichtert das Lernen

Den Lernprozess effektiver zu gestalten bedeutet auch die Bedingungen unter denen gelernt wird zu verbessern. Im Hinblick darauf ist es insbesondere wichtig die entsprechenden Voraussetzungen dafür zu schaffen,  dass sich die TeilnehmerInnen

  1. in einer angenehmen und entspannten Atmosphäre wohl fühlen
  2. möglichst ungestört auf das Lernen konzentrieren können
  3. als akzeptiertes Mitglied der Lerngruppe wahrnehmen

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“Lernsinn” stiften

Erwachsene lernen insbesondere dann erfolgreich und effizient, wenn sie selbst in ihrem Tun einen Sinn erkennen. Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung den Nutzen der Lerninhalte z.B. für die alltägliche Arbeit hervorzuheben. Dieser Bezug zur Praxis sollte nach Möglichkeit außerdem durch Verknüpfungen zu bereits vorhandenem Wissen und bisherigen Erfahrungen der TeilnehmerInnen unterstützt werden.

Es geht also nicht in erster Linie um die Vermittlung von beispielsweise Fachwissen, sondern das Hervorheben des “Lernsinns” ist entscheidend. Wenn das gelingt, werden erwachsene TeilnehmerInnen auch außerhalb z.B. eines Seminars immer Mittel und Wege finden sich die entsprechenden Lerninhalte eigenverantwortlich anzueignen.