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Feedback-Methode

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Wenn in der Erwachsenenbildung von Feedback die Rede ist, geht es nicht einfach darum „jemandem (ungebeten) die Meinung zu sagen“. Sondern dann wird Feedback  als bewusst herbeigeführte (gewollte) Rückmeldung im Rahmen eines gruppendynamischen Prozesses verstanden.

Das vorrangige Ziel der Feedback-Methode ist es, dass der Feedback-Empfänger die vorhandenen Unterschiede zwischen seiner Selbstwahrnehmung und der Fremdwahrnehmung des Feedback-Gebers erkennt. Dadurch ist es ihm möglich das eigene Verhalten gezielt zu verändern und beispielsweise die Kommunikation mit anderen zu verbessern.

Um dies zu erreichen ist es allerdings wichtig, dass sowohl vom Feedback-Empfänger als auch vom Feedback-Geber bestimmte Regeln eingehalten werden.

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Feedback-Regeln: Bitte gib‘ mir ein ZEICHEN!

  • Das Feedback soll zeitnah erfolgen.
  • Das Feedback soll vom Empfänger erwünscht sein.
  • Das Feedback soll vom Geber als Ich-Botschaft formuliert werden.
  • Das Feedback soll dem Charakter von Geber und Empfänger entsprechen, also authentisch sein.
  • Das Feedback soll dem Empfänger helfen. Es geht nicht um den Geber.
  • Das Feedback soll erklärend oder beschreibend, aber nicht bewertend oder verurteilend sein.
  • Das Feedback soll nicht dazu führen, dass sich der Empfänger rechtfertigen oder verteidigen muss.

Anfangssituationen gestalten – Steckbrief

Siehe auch: Anfangssituationen gestalten – Namensspiele (Vorstellungsrunde)

Ein Steckbrief ist im Grunde genommen nichts anderes als ein Kurzporträt. Der Steckbrief dient einerseits dazu, dass sich die Seminarteilnehmer untereinander besser kennen lernen. Die einzelnen Punkte gleichen dabei einem Leitfaden, mit dem die Vorstellungsrunde gezielt gelenkt werden kann. Das ermöglicht es andererseits auch dem Trainer sich mit Hilfe der Steckbriefe einen Überblick über die Teilnehmer, ihre Vorerfahrungen und ihre Erwartungshaltungen zu verschaffen.

Steckbrief_1

Steckbrief_2

Ein Steckbrief kann wahlweise eher allgemein gehalten (offene Fragestellungen) oder bereits sehr gezielt auf das Seminarthema ausgerichtet formuliert sein. Im Hinblick darauf ist es selbstverständlich auch möglich den Steckbrief alternativ zu den beiden oben gezeigten Varianten als Fragebogen zu gestalten.

Eine DIN A4-Vorlage für einen Steckbrief können Sie sich hier als PDF-Datei downloaden.

Visualisierung mittels Mindmapping

Beim Mindmapping handelt es sich um eine Visualisierungstechnik die ursprünglich von dem englischen Psychologen und Mentaltrainer Tony Buzan entwickelt wurde.

Der englische Ausdruck „mind map“ lässt sich vielleicht am ehesten mit „Gedankenlandkarte“ übersetzen. Mindmapping bezeichnet entsprechend die Erstellung einer solchen Gedankenlandkarte.

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Mindmapping ist eine Methode, die sich nicht nur für den pädagogischen Bereich, sondern für ganz unterschiedliche Lebenssituationen anbietet. Im Hinblick darauf eignet sich eine mind map im Rahmen der Erwachsenenbildung allerdings weniger für die Visualisierung im Rahmen einer Präsentation, sondern mehr wenn es darum geht, dass sich die Teilnehmer selbst ein Thema erschließen bzw. Zusammenhänge verdeutlichen sollen.

Mit der Erstellung einer mind map beginnt man indem man das Hauptthema in die Mitte eines Blatt Papiers schreibt. Von dort aus zieht man Linien auf die man die Unterthemen notiert. Diese untergliedert man dann immer weiter indem man seine Gedanken auf der mind map festhält.

mindmap

 

Train-the-trainer-Seminare

Für Fachkräfte, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit erstmalig in die Situation kommen Seminare halten zu müssen oder auch von sich aus in den Weiterbildungsbereich wechseln wollen gibt es von unterschiedlichen Anbietern sogenannte „Train-the-trainer-Seminare“. Diese wochenweise oder an einem Wochenende durchgeführten Crash-Kurse können durchaus ein guter Einstieg sein und die ersten Schritte als Seminarleiter/in einfacher machen. Im Hinblick darauf bietet der Deutsche Bildungsserver eine verlässliche Suchmaschine für Weiterbildungskurse. Tipp: Als Suchworte z.B. Seminarplanung oder Train-the-Trainer eingeben.

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Aktive und passive Lehrmethoden

Seit etlichen Jahren gibt es einen allgemeinen Trend weg von passiven Lehrmethoden und hin zu aktiven Lehrmethoden. Diese Entwicklung hält unverändert an und wird sich zukünftig wahrscheinlich auch noch weiter fortsetzen.

Passive Lehrmethoden

Passive Lehrmethoden (z.B. Vortrag, Präsentation) sind dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivität überwiegend beim Lehrenden liegt, während der Lernende in eine passive Zuhörerrolle gedrängt wird. Passive Lehrmethoden eignen sich lediglich für die Vermittlung von reinem Faktenwissen. Eine bessere Sozial- oder Handlungskompetenz („soft skills“) beim Lernenden kann damit nicht erreicht werden.

Munterrichtsmethoden: 22 aktivierende Lehrmethoden für die Seminarpraxis (Amazon-Partnerlink)

Aktive Lehrmethoden

In Abgrenzung dazu werden bei aktiven Lernmethoden die Lernenden von Anfang an in die Vermittlung des Lehr-/Lernstoffes einbezogen. Aktive Lehrmethoden zielen häufig auf die Vermittlung von Erfahrungen durch eine Konfrontation mit praktischen Problemen ab. Dies kann entweder in der Praxis selbst, in der Praxis nachempfundenen Modellsituationen (Bsp. Rollenspiel), bei Kleingruppenarbeit usw. der Fall sein. Der Vorteil aktiver Lehrmethoden liegt in der Realitätsnähe und in der Beteiligung der Lernenden, was zu einer deutlich höheren Lernmotivation der Lernenden führt.

Fähigkeit zur Selbstorganisation

Um einen reibungslosen Seminarablauf gewährleisten zu können ist es wichtig, dass Trainer lernen sich selbst gut zu organisieren.

Fehlende Seminarunterlagen, langes Suchen nach einer Folie, die eigentlich gerade dran wäre, verschwundene Metaplankärtchen oder einfach der nicht vorhandene rote Faden sind nicht nur ineffizient und unproduktiv, sondern den Teilnehmern gegenüber geradezu unhöflich.

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Die Improvisation bei kleineren Pannen ist sicher kaum störend, aber wenn diese sich summieren, entsteht schnell der Eindruck von Lustlosigkeit, der sich störend auf das Lernklima und damit den Lernerfolg auswirkt. Außerdem ist es höchst unprofessionell.

Eine vernünftige Organisation der Rahmenbedingungen, die Ausstattung mit guten Lernmitteln sowie ein strukturierter Ablauf des Seminars sind also wichtig.

Fachwissen ist nicht gleich Fachkompetenz

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Wenn jemand über Fachwissen verfügt, dann bedeutet dies, dass er einen guten Überblick über ein spezielles Fachgebiet hat. Er versteht die gängigen Fachausdrücke. Außerdem kennt er die üblichen Arbeitsmittel sowie deren sachgemäße Anwendung. Zudem sind ihm die wichtigsten Rahmenbedingungen seines Fachs geläufig.

Wenn es darum geht erfolgreich zu arbeiten oder Wissen zu vermitteln, ist dieses Fachwissen allein aber nicht ausreichend. Dafür ist Fachkompetenz erforderlich.

Bezogen auf die Arbeitstätigkeit in einem Fachgebiet bedeutet Fachkompetenz, dass jemand die an ihn gestellten Aufgaben selbstständig, eigenverantwortlich und fachgerecht bewältigen kann.

Im Hinblick auf die Trainertätigkeit heißt Fachkompetenz, dass jemand in der Lage ist sein Fachwissen zielgerichtet, auf das Wesentliche reduziert, übersichtlich, praxisorientiert und durch einleuchtende Beispiele veranschaulicht weiterzugeben.

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