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Train-the-trainer-Seminare

Für Fachkräfte, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit erstmalig in die Situation kommen Seminare halten zu müssen oder auch von sich aus in den Weiterbildungsbereich wechseln wollen gibt es von unterschiedlichen Anbietern sogenannte „Train-the-trainer-Seminare“. Diese wochenweise oder an einem Wochenende durchgeführten Crash-Kurse können durchaus ein guter Einstieg sein und die ersten Schritte als Seminarleiter/in einfacher machen. Im Hinblick darauf bietet der Deutsche Bildungsserver eine verlässliche Suchmaschine für Weiterbildungskurse. Tipp: Als Suchworte z.B. Seminarplanung oder Train-the-Trainer eingeben.

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Aktive und passive Lehrmethoden

Seit etlichen Jahren gibt es einen allgemeinen Trend weg von passiven Lehrmethoden und hin zu aktiven Lehrmethoden. Diese Entwicklung hält unverändert an und wird sich zukünftig wahrscheinlich auch noch weiter fortsetzen.

Passive Lehrmethoden

Passive Lehrmethoden (z.B. Vortrag, Präsentation) sind dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivität überwiegend beim Lehrenden liegt, während der Lernende in eine passive Zuhörerrolle gedrängt wird. Passive Lehrmethoden eignen sich lediglich für die Vermittlung von reinem Faktenwissen. Eine bessere Sozial- oder Handlungskompetenz („soft skills“) beim Lernenden kann damit nicht erreicht werden.

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Aktive Lehrmethoden

In Abgrenzung dazu werden bei aktiven Lernmethoden die Lernenden von Anfang an in die Vermittlung des Lehr-/Lernstoffes einbezogen. Aktive Lehrmethoden zielen häufig auf die Vermittlung von Erfahrungen durch eine Konfrontation mit praktischen Problemen ab. Dies kann entweder in der Praxis selbst, in der Praxis nachempfundenen Modellsituationen (Bsp. Rollenspiel), bei Kleingruppenarbeit usw. der Fall sein. Der Vorteil aktiver Lehrmethoden liegt in der Realitätsnähe und in der Beteiligung der Lernenden, was zu einer deutlich höheren Lernmotivation der Lernenden führt.

Fähigkeit zur Selbstorganisation

Um einen reibungslosen Seminarablauf gewährleisten zu können ist es wichtig, dass Trainer lernen sich selbst gut zu organisieren.

Fehlende Seminarunterlagen, langes Suchen nach einer Folie, die eigentlich gerade dran wäre, verschwundene Metaplankärtchen oder einfach der nicht vorhandene rote Faden sind nicht nur ineffizient und unproduktiv, sondern den Teilnehmern gegenüber geradezu unhöflich.

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Die Improvisation bei kleineren Pannen ist sicher kaum störend, aber wenn diese sich summieren, entsteht schnell der Eindruck von Lustlosigkeit, der sich störend auf das Lernklima und damit den Lernerfolg auswirkt. Außerdem ist es höchst unprofessionell.

Eine vernünftige Organisation der Rahmenbedingungen, die Ausstattung mit guten Lernmitteln sowie ein strukturierter Ablauf des Seminars sind also wichtig.

Fachwissen ist nicht gleich Fachkompetenz

Quelle: pixabay.com
Quelle: pixabay.com / User: geralt / Lizenz: CC0

Wenn jemand über Fachwissen verfügt, dann bedeutet dies, dass er einen guten Überblick über ein spezielles Fachgebiet hat. Er versteht die gängigen Fachausdrücke. Außerdem kennt er die üblichen Arbeitsmittel sowie deren sachgemäße Anwendung. Zudem sind ihm die wichtigsten Rahmenbedingungen seines Fachs geläufig.

Wenn es darum geht erfolgreich zu arbeiten oder Wissen zu vermitteln, ist dieses Fachwissen allein aber nicht ausreichend. Dafür ist Fachkompetenz erforderlich.

Bezogen auf die Arbeitstätigkeit in einem Fachgebiet bedeutet Fachkompetenz, dass jemand die an ihn gestellten Aufgaben selbstständig, eigenverantwortlich und fachgerecht bewältigen kann.

Im Hinblick auf die Trainertätigkeit heißt Fachkompetenz, dass jemand in der Lage ist sein Fachwissen zielgerichtet, auf das Wesentliche reduziert, übersichtlich, praxisorientiert und durch einleuchtende Beispiele veranschaulicht weiterzugeben.

Buch-Tipp:

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Buch-Neuerscheinung: Abenteuer aus der Trainerhölle

Das 328seitige Buch „Abenteuer aus der Trainerhölle: Strategien und Lösungen für 49 kritische Seminarsituationen“ ist als gebundene Ausgabe am 1. Oktober 2013 erschienen. Einige der Autoren sind Ralf Besser, Olaf Cordes und Amelie Funcke. Preis 39,95 EUR


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„Viele Trainerinnen und Trainer haben das schon erlebt: schlimme Feedbacks. Alibiaufträge, Seminarbruchbuden, schwierige Teilnehmer und vieles mehr. Auf solche Fälle vorbereitet zu sein und bestmöglich intervenieren zu können ist Ziel dieses Buches. Ausgehend von realen Fallbeispielen rekonstruieren 14 erfahrene Trainerausbilder die Mechanismen dieser schwierigen Problemfälle. Sie schreiben über das Scheitern, über Verletzungen und peinliche Situationen, über Zwänge und Widerstände, die der Alltag des Trainerberufs mit sich bringen kann. Gleichzeitig geben sie den Lesern Tipps und Werkzeuge an die Hand, um in diesen Situationen besser zu bestehen. Für die Leser beantworten sie die Fragen: Wie kann ich vermeiden, dass …? Was kann ich tun, wenn …? Eine Übersicht am Ende des Buches nimmt diese beiden Fragen auf, damit die entsprechenden Fälle und Tipps im Buch schnell aufzufinden sind. Erfahren Sie, was in Notsituationen hilft: nützliche Denkmuster, Methoden, Tipps und Tricks, um in schwierigen Lernsituationen mit Gruppen das Beste zu geben.“ Quelle: www.amazon.de

kurze Meinungsumfrage: Blitzlicht-Methode

Was versteht man unter einem Blitzlicht?

Ein Blitzlicht ist eine kurze Meinungsumfrage unter den Teilnehmern eines Seminars.  → Was bedeutet Evaluation?

Wann wird ein Blitzlicht eingesetzt?

Die Blitzlicht-Methode ist eine gute Möglichkeit für eine Momentaufnahme. Ein Blitzlicht kann grundsätzlich in jeder Phase eines Seminars durchgeführt werden. Beispielsweise

  • am Anfang, um die aktuelle Stimmung zu erfassen oder die Erwartung an das Seminar abzufragen.
  • zwischendurch, um die Gründe für fehlende Aufmerksamkeit, zunehmende Lautstärke, offensichtliche Unzufriedenheit oder mangelndes Interesse zu klären.
  • am Ende, um unkompliziert ein kurzes Feedback zu erhalten.

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Kleingruppenarbeit: Methode66

Was versteht man unter der Methode66?

Die Methode66 ist eine effektive Möglichkeit eine Aufgabe von mehreren Kleingruppen bearbeiten zu lassen und dadurch unterschiedliche Lösungsansätze zu erhalten. Alternativ können den Kleingruppen auch unterschiedliche Teilaufgaben zugewiesen werden. Dadurch ergibt sich mit Hilfe der Methode66 eine erhebliche Zeitersparnis bei der Bearbeitung komplexer Aufgabenstellungen.

Benannt ist die Methode66 nach der Anzahl der Mitglieder der einzelnen Kleingruppen (6 Teilnehmer) und dem für die Bearbeitung der Aufgabe vorgegebenen Zeitraum (6 Minuten). Kleingruppenarbeit: Methode66 weiterlesen